Das von mir entwickelte ADHS-Coaching als Kurzintervention ruht auf den drei Säulen „Fokus finden und halten“, „Gefühle regulieren“ und „Umwelt gestalten“. Es vereint dabei Elemente aus Selbstmanagement- und Mindset Coaching sowie der Acceptance and Commitment Therapie (ACT) und der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT), die alle speziell auf Menschen mit ADHS zugeschnitten wurden.
Wer erst im Erwachsenenalter eine ADHS-Diagnose erhält, hat häufig schon seit Kindheitstagen unter Selbstverurteilungen und dem Gefühl des Anders-Seins gelitten. Oft verschlimmern sich ADHS-Symptome mit biografischen Einschnitten, z.B. mit Beginn bzw. Abschluss eines Studiums, mit dem Eintritt ins Berufsleben oder der Geburt eines Kindes.
Parallel zu einer möglichen medikamentösen Therapie gilt es, die Reibungspunkte von ADHS-Symptomen und Alltag klar zu erkennen und die individuellen Stärken zu betonen. Es muss klar sein: ADHS ist keine Krankheit, sondern eine Variante der Neurodiversität, die neben Funktionsschwierigkeiten in starren Systemen auch große Potenziale birgt.
